geschrieben von Christophe Creter
Am vergangenen Wochenende stand der 3. und 4. Spieltag der 2. Pool-Billard Bundesliga-Süd im Terminkalender der Deutschen-Billard-Union. Nach nur einem Punkt aus den ersten zwei Spielen der Saison stand das Team um Kapitän Christophe Creter vor den richtungweisenden Partien in Denkendorf und Feuersee. Nach einer ruhigen und entspannten Anreise in den Stuttgarter Vorort Denkendorf, begann dort am Samstag pünktlich um 14.00 Uhr das erste Heimspiel für den Aufsteiger. Vorsicht war aus Walldorfer Sicht also geboten, da Aufsteiger ja bekanntermaßen den Schwung der Vorsaison gerne mitnehmen und Siegesserien in den höheren Ligen starten.
Die Partie begann dann aber so gar nicht nach dem Geschmack der Gastgeber. Die Walldorfer Spieler zeigten sich von Beginn an äußerst konzentriert. Christophe Creter dominierte das 14/1 von Beginn an und konnte sich zur Mitte der Partie mit einer 54er Serie absetzen und nach neun Aufnahmen als Sieger vom Tisch gehen. Zwar musste der gesundheitlich etwas angeschlagene Marc Lambauer den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen, doch Erik Weiselius und Patrick Kämpfner stellten die Ordnung aus Walldorfer Sicht wieder her und markierten die 3:1-Halbzeitführung.
Gestärkt durch diese Führung gingen die Walldorfer in die Rückrunde, fest entschlossen die beiden fehlenden Punkte zum Sieg schnellstmöglich zu erringen. Wiederum Christophe Creter beendete als erster seine Partie. Das 10-Ball gegen Danilo Radunovic könnte er sicher mit 8:3 gewinnen. An den Nebentischen ging es deutlich spannender zur Sache. Alle drei Walldorfer Akteure sahen sich knappen Ergebnissen gegenüber. Zunächst unterlag erneut Marc Lambauer gegen den gut aufgelegten Savvas Kouroanidis. Patrick Kämpfner zeigte eine sehr starke kämpferische Leistung. Beim Stand von 5:7 sah es schon sehr schlecht für den Walldorfer aus, ehe seinem Gegner Markus Buck ein sehr unnötiger Fehler unterlief. Kämpfner packte diese Gelegenheit beim Schopfe und beendete die Partie kurze Zeit später zum 9:7-Sieg und dem damit verbundenen Gesamtsieg der Walldorfer. Erik Weiselius konnte am Nebentisch wenige Augenblicke später ebenfalls als Sieger den Tisch verlassen. 7:4 stand es am Ende im 8-Ball gegen Daniel Merbitz. Damit war der erste Sieg der Saison eingefahren, und das Team trat die Weiterfahrt nach Stuttgart an, wo es am nächsten morgen gegen Feuersee anzutreten hatte.
Am Sonntagmorgen ging es dann bereits um 10.00 Uhr los. Beflügelt vom Ergebnis des Vortages legten die Walldorfer an allen Tischen los wie die Feuerwehr. In allen Partien spielten die vier kleinere Vorsprünge heraus. Marc Lambauer konnte den ersten Punkt markieren, nachdem er den Feuerseer Kapitän Eugen Rosenau mit 9:5 bezwingen konnte. Patrick Kämpfner erhöhte am Nebentisch nach einer sehr beherzten Leistung auf 2:0. Sein 7:3-Sieg gegen den starken Sascha Marquard war von großer Wichtigkeit.
Nachdem es bei Christophe Creter zunächst auch nach einem sicheren Sieg ausschaute, wendete sich das Blatt noch zu ungunsten des Walldorfers. Bereits mit 7:4 führend begann Creter mit einigen Konzentrationsfehlern und musste kurze Zeit später eine völlig unnötige 7:8-Niederlage quittieren. Also stand es nur noch 2:1 für Walldorf. Erik Weiselius kämpfte im 14/1 noch gegen den Spitzenspieler der Gastgeber, Florian Hammer. Weiselius lag zwischendurch schon ein wenig im Hintertreffen, ehe er mit mehreren kleinen Serien die Entscheidung herbeiführen konnte und die 3:1- Halbzeitführung herstellte.
Ein schneller Sieg von Patrick Kämpfner brachte die Walldorfer in die hervorragende Ausgangslage, nur noch einen Punkt zum Sieg zu benötigen. Doch auf einmal schien sich das Blatt zu wenden. Marc Lambauer war bei seinem 1:8 gegen Florian Hammer völlig chancenlos und Christophe Creter musste mit ansehen wie sein Gegner Marquard eine 78er Serie auf den Tisch legte. Erik Weiselius lag im 8-Ball bereits mit 3:6 zurück und so sah es aus, als ob man sich eventuell noch mit einem 4:4 begnügen müsste. Doch dann geschah das unfassbare. Erik Weiselius kämpfte sich auf 6:6 heran und es entschied somit die letzte Partie. Eugen Rosenau hatte allerdings das Anstossrecht und zauberte ein hervorragendes Break auf den Tisch. Ball um Ball konnte der Stuttgarter lochen, ehe er bei seiner vorletzten Kugel die Weiße einmal um den Tisch laufen lassen musste. Hier geschah aus seiner Sicht dann das Unglück. Er erwischte die weiße Kugel etwas fest und sie lief diagonal über den ganzen Tisch ins Eckloch ab. Erik Weislius konnte nun unter dem großen Jubel seiner Mannschaftskameraden zum Sieg einlochen. Die Niederlage eines an diesem Tag etwas konsternierten Christophe Creter fiel dabei glücklicherweise nicht mehr ins Gewicht. Durch diese beiden wichtigen Siege konnte sich die Mannschaft in der Spitze der Tabelle festsetzen, auch wenn die Tabelle nach vier Spielen noch nicht so aussagekräftig ist.
In der hessischen Oberliga stand für die zweite und dritte Mannschaft der Astoria der 7. und 8. Spieltag der laufenden Saison auf dem Programm. Für die zweite Mannschaft ging es in den beiden Spitzenspielen gegen die Verfolger aus Karben und Gießen darum, die Tabellenführung zu verteidigen, während es für die dritte Vertretung mehr darum ging, sich im direkten Duell von Tabellennachbarn aus Gelnhausen und Limburg abzusetzen.
Die zweite Mannschaft um Kapitän Denis Neumann erwischte ein eher durchwachsenes Wochenende. Während Dirk Schlegelmilch und Dennis Rathmann drei ihrer vier Spiele gewinnen konnten und Denis Neumann seine Bilanz noch ausgeglichen gestalten konnte, verlief das Wochenende für Michael Scheffler rabenschwarz. Tage wie diese sollte man besser schnell vergessen und versuchen zur Tagesordnung überzugehen. Scheffler verlor allesamt seine vier Spiele. Gegen Gießen lief es teilweise noch sehr unglücklich, allerdings hatte er am nächsten Tag gegen den 1. PBC Karben weder gegen Holger Gries noch gegen Daniel Tietze etwas entgegen zu setzen. Beide spielten überragendes Pool und degradierten Scheffler zum Statisten. Positiv bleibt, das insgesamt keine Partie verloren wurde und durch die zwei Unentschieden keiner der Verfolger wirklich aufschließen konnte. Die Mannschaft steht nun einen Spieltag vor Ende der Hinrunde mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.
Die dritte Mannschaft von Kapitän Nils Großbach hatte an diesem Wochenende das krankheitsbedingte Fehlen von Julian Thiel zu kompensieren. Youngster Marcel Nicolai sowie Routinier Jochen Maurer ersetzten den jungen Walldorfer an den beiden Spieltagen. Und sie taten das in beeindruckender Art und Weise. Marcel Nicolai konnte am Samstag beide Partien gegen den Oberliga-Routinier Rene Schuster gewinnen. Auch seine Teamkameraden taten es ihm gleich, so dass nach einer hervorragenden Mannschaftsleistung am Ende ein deutlicher 7:1-Sieg stand. Am Sonntag war es dann Jochen Maurer, der seinen Einsatz in der Oberliga bekam und auch er wusste zu überzeugen. Gegen Dirk Köhler und Christian Maxeiner konnte sich Maurer jeweils durchsetzen und so die optimale Ausbeute zum erneuten 7:1-Erfolg der Dritten beisteuern. Damit hat die Dritte nun 14 Punkte auf dem Konto und steht mit vier Punkten Rückstand auf die zweite Mannschaft auf dem dritten Rang.
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