geschrieben von Christophe Creter
Am vergangenen Wochenende war die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover Austragungsort der diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Mixed-Doppel 8-Ball. 50 Paare aus ganz Deutschland traten an, um den Titel unter sich auszumachen. Mit am Start auch die Astoria-Doppel Sandra Hauck und Andreas Fresenborg, Alexandra Hees und Christophe Creter sowie Kerstin Gotzmann, die mit ihrem Giessener Partner Mark Majlath antrat.
Zunächst galt es, sich in den Vorrundengruppen für die Endrunde der besten 32 Paare zu qualifizieren.
Kerstin Gotzmann konnte sich dabei mit Ihrem Partner über das Hannoveraner Team Sabine Kamplade und Christian Günnel sowie die ebenfalls aus Hannover kommenden Sarah Walecki und Dirk Rademacher durchsetzen und für die Endrunde qualifizieren. Für Sandra Hauck und Andreas Fresenborg begann der Wettbewerb nicht ganz so gut. Nach einem Freilos in der ersten Runde musste sich das Duo den Mitfavoriten Natalie Stürzer und Micca Georgopoulos geschlagen geben. Doch nach einem souveränen Erfolg in der Verliererrunde konnte sich auch dieses Walldorfer Doppel in die Endrunde eintragen.
Für Alexandra Hees und Christophe Creter lief es von Beginn an gut. Beiden merkte man an, das sie gut drauf waren und gerne ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitsprechen wollten. Das Leipziger Doppel Engelmann/Neuhold wurde mit 5:3 auf die Verliererseite geschickt und auch im entscheidenden Spiel um den Endrundeneinzug gegen Deborah Jost und Peter Stader aus Wuppertal ließen die Walldorfer nichts anbrennen und siegten sicher.
Sonntagmorgen um 10.00h stand dann die Runde der letzten 32 Paare auf dem Programm. Ab nun wurde auf sieben Gewinnspiele gespielt und im Einfach-K.O. Das bedeutete also sofortiges Ausscheiden bei einer Niederlage.
Das Losglück hatten die Hessen an diesem Tag nicht für sich gepachtet. Kerstin Gotzmann und Mark Majlath mussten gleich gegen die Topfavoriten Diana Stateczny und Sebastian Bibrach antreten. Beim 2:7 hatte das hessische Doppel leider das Nachsehen, doch war man in diesem Satz wirklich chancenlos gewesen.
Der nächste Gau kam für die beiden anderen Walldorfer Doppel. Sie mussten nämlich in der ersten Finalrunde gleich gegeneinander antreten. Diese Begegnung hätte man sich sicher gerne zu einem späteren Zeitpunkt gewünscht. In dieser Partie erwischten Hees/Creter den besseren Start und konnten den Vorsprung bis zum 7:3-Erfolg durchbringen. Somit waren also nur noch Alexandra Hees und Christophe Creter im Turnier.
Im Achtelfinale wartete mit Sabrina Jendrny und Dieter Sellbach aus Rheinbach ein weiteres Top-Doppel. Doch Hees/Creter spielten weiter gutes und sicheres Billard und konnten durch einen verdienten 7:3-Erfolg ins Viertelfinale einziehen. Hier wartete niemand anderes als der mehrfache Senioren-Europameister Günter Geisen und Jugendeuropameisterin Kim Witzel aus Oberhausen. Das westfälische Doppel legte auch gleich mächtig los und führte nach einigen Unkonzentriertheiten der Walldorfer bereits mit 5:2. Doch plötzlich wendete sich das Blatt. Mit einem unglaublichen Ball, den man wohl nur einmal alle Jahre so trifft, brachte Alexandra Hees das Walldorfer Doppel wieder ins Geschäft. Spiel um Spiel sicherten sich die Astorianer, bis Christophe Creter letztlich beim Spielstand von 6:5 die entscheidende Kugel zum 7:5 und dem damit verbundenen Halbfinaleinzug einlochte.
In der Vorschlussrunde bewiesen die Astorianer dann ein großes Kämpferherz. Gegen das ebenfalls aus Oberhausen stammende Doppel Tina Bühnen und Dennis Stadler wog das Spiel ständig hin und her, bis beim Stande von 6:6 ein Sieger gefunden werden musste. Hier sah es schon nach der Endstation für die Astorianer aus, doch die jungen Westfalen konnten den fast sicheren Sieg nicht perfekt machen und mussten das Walldorfer Doppel nochmals an den Tisch lassen. Nun bewiesen beide Akteure Nervenstärke und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. FINALE lautete der Aufschrei der beiden.
Hier wartete mit Diana Stateczny und Sebastian Bibrach das bereits zu Beginn erwähnte Favoritenteam. Alexandra Hees und Christophe Creter mussten im Finale leider den harten Kämpfen der Partien zuvor Tribut zollen. Konzentrationsfehler schlichen sich in das Spiel und das aus Wuppertal stammende Doppel Stateczny/Bibrach nutzte jeden Fehler gnadenlos.
Am Ende stand ein deutliches 7:1 für Diana Stateczny und Sebastian Bibrach, die sich damit den Titel sicherten. Doch sind sowohl Alexandra Hees als auch Christophe Creter hochzufrieden mit dem Erreichten.
|